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Govinda Natur GmbH

Ende der 80er Jahre eröffnete Doris Maiwald in der Heidelberger Altstadt ihren vegetarischen Bio-Fachhandel – das war die Geburtsstunde von Govinda Natur. Seitdem hat sich viel getan. Wir haben uns mit der Govinda-Gründerin getroffen und ihr einige Fragen darüber gestellt.

30 Jahre Govinda, 30 Jahre Pionierin in der Bio-Branche: Sie waren die Erste, die beispielsweise Waschnüsse und Chia-Samen auf den deutschen Markt gebracht hat. Woher nehmen Sie Ihr innovatives Gespür?
Das ist tatsächlich eine zentrale Frage für unser Unternehmen. Die neuen Ideen entstehen hauptsächlich durch Markt- und Gesellschafts-Beobachtung. Wir fragen uns immer wieder aufs Neue, welche Wünsche und Bedürfnisse es gibt und versuchen, diesen gerecht zu werden.
Ein konkretes Beispiel ist die Waschnuss: Mit Chemikalien verschmutzte Flüsse und Seen ließen die Frage aufkeimen, wie man wohl ursprünglich gewaschen hat. Da haben wir versucht, eine Lösung zu finden, und z. B. bei naturbelassenen Kulturen geschaut, wie das dort gemacht wird. Aufgrund meines Interesses für Ayurveda war ich viel in Indien unterwegs und bin dort letztendlich auf die Waschnuss gestoßen.

Stichwort Ayurveda: ein Grundsatz, der sich durch die Firma zieht. Weshalb?
Neben langjährigen Indienreisen, kommt diese Inspiration vor allem durch meine innere Einstellung, mich auf die Natur zu besinnen, die Umwelt sauber zu halten und eine Verantwortung dem Planeten gegenüber zu übernehmen. Dieser Ansatz findet sich auch im Ayurveda wieder. In der ayurvedischen Lehre sieht man die Erde als „Mutter Erde", um die man sich gut kümmern muss. Es ist einfach undenkbar, sie nicht mit Respekt zu behandeln.

30 Jahre sind eine lange Zeit, die man erstmal meistern muss. Hatten Sie von Anfang an das Vertrauen, dass aus Govinda eine Erfolgsgeschichte wird?
Erfolg kommt davon, 30 Jahre am Ball zu bleiben, 30 Jahre lang jeden Tag mit Motivation für die Sache aus dem Bett zu steigen. Man muss mit seiner ganzen Überzeugung dabei sein. Und diese Überzeugung für ein bewusstes Leben habe ich einfach schon von Anfang an. Eine Überzeugung gegen die Wegwerfgesellschaft, für Nachhaltigkeit und faire Löhne. Wenn man zum Beispiel Projekte in anderen Ländern besucht und eine glückliche Partnerschaft aufrecht erhalten kann, wie etwa mit unseren Handelspartnern aus Indien, dann bestärkt uns das jeden Tag aufs Neue und beweist uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Ihre Tochter hat einen besonderen Stellenwert in Ihrem Leben. Sie ist vor Kurzem auch in das Unternehmen mit eingestiegen. Was bedeutet das für Govindas Zukunft?
Die junge Generation bringt neuen Schwung ins Unternehmen. Jasmin hat Marketing studiert und möchte Govinda auch für die jüngere Generation erreichbar machen. Sie bestärkt also einen Wandel für ihre eigene Generation. Digitalisierung, Social Media etc., das sind Themen, mit denen sie sich auseinandersetzt. Vor allem aber den Charakter, dass Govinda eine Marke für alle sein soll, die es dem Kunden erlaubt, mitzubestimmen, dass er also eine „Konsumerstimme" hat, wird sie verdeutlichen. In diesem Zusammenhang wird es bald ein neues Logo unter dem Motto „natürlich für dich" geben.