MIT SHAMPOO DIE MEERE SAUBERER MACHEN?

Warum das kein Unsinn ist

Das klingt paradox. Vielleicht sogar dumm. Möglicherweise hat es Sie sogar geärgert. Denn jeder weiß, dass es nicht gut ist, wenn Gewässer mit Substanzen verschmutzt werden, die nicht dort hingehören. Flüsse, Seen und Meere müssen als Ökosysteme erhalten bleiben. Shampoo ins Meer zu schütten, würde alles nur noch schlimmer machen. Aber trotzdem ist das kein Unsinn. Wir als BioMarkt können sagen: „Es ist möglich, mit Shampoo das Meer sauber zu machen.“ Genauso wie mit Butterkeksen oder Honig.

Denn all unsere Produkte, auch das Shampoo und andere Körperpflege- und Naturkosmetikartikel, werden schonend für die Umwelt hergestellt, auch für Gewässer. Sie sind ein kostbares Gut und das Wasser eine wertvolle Ressource, die wir schützen müssen. Das ist unsere Verantwortung ‒ auch für die Zukunft. Deshalb ist es uns eine Herzensangelegenheit, auf ressourcenschonende Herstellung und Verpackung zu achten.


Mikroplastik und Naturkosmetik

Der große Pazifikmüllfleck ist ein gigantischer Strudel aus Zivilisationsabfällen, der sinnbildlich für das Plastikproblem unserer Zeit steht. Doch Plastik ist nicht nur dort ein Problem, wo wir es mit bloßem Auge sehen können. Unsere Meere und Böden sind mit winzigen Plastikpartikeln belastet. Das sogenannte Mikroplastik hat einen großen Einfluss auf unser Ökosystem. Es entsteht durch den Zerfall größerer Gegenstände aus Plastik oder als Abrieb von Autoreifen und Schuhen, ist aber auch häufig ein Bestandteil von Kosmetik, Wasch- oder Putzmitteln.

Wasser ist die Grundlage allen Lebens, seine Reinheit zu bewahren, ist uns wichtig. Deshalb haben wir nur Produkte im Sortiment, die wir mit gutem Gewissen an Sie weitergeben können. In unseren Märkten finden Sie zertifizierte Naturkosmetik, die ganz ohne Mikroplastik auskommt. Denn die Natur ist reich an wirksamen, nachhaltigen Alternativen. Inhaltsstoffe wie Heilerde, Salz, pflanzliche Fette und ätherische Öle können Mikroplastik in Körperpflegeprodukten bestens ersetzen und danach problemlos in den Naturkreislauf zurückgeführt werden, da sie biologisch abbaubar sind.

Mehr zum Thema lesen sie in der zweiten Ausgabe unseres Kundenmagazins KREO.

Unser Beitrag zur Ressourcenschonung

Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ideen, um unsere Produkte möglichst ressourcenschonend herzustellen und zu vermarkten. Zum Beispiel finden Sie bei uns keine PET-Einwegflaschen, stattdessen setzen wir bewusst auf Mehrwegglasflaschen und -gläser.
In unseren Märkten mit Käse- und Fleischtheken bieten wir Ihnen Wurst- und Käsewaren ohne Plastikverpackung an. Für Käse, Wurst, Antipasti oder Brot und Backwaren können Sie auch Ihre eigenen Behältnisse mitbringen. Auch bei den Produkten unserer dennree Eigenmarke achten wir darauf, nach Möglichkeit Material einzusparen. Deshalb kann es gut passieren, dass Sie im Markt bekannte Produkte im neuen Design entdecken.

Ressourcenschonung bei Obst und Gemüse

Im Obst- und Gemüsebereich zum Beispiel können wir durch verschiedene Umstellungen schätzungsweise 44 Tonnen Kunststoff pro Jahr einsparen.

Wie wir das hinkriegen?
Indem wir Papier- und Kartonschalen statt Kunststoff verwenden. Oder, wo immer möglich, unfolierte Ware anbieten. In unserem Obst- und Gemüsebereich liegt der Anteil an loser, unverpackter Ware heute schon bei rund 90%.

In vielen BioMärkten finden Sie Kräuter im 100% biologisch abbaubaren "Hanfi-Pflanztopf" von "Meinwoody" und auch bei anderen Verpackungen setzen wir auf Alternativen: in unseren BioMärkten bieten wir vollständig kompostierbare Obst- und Gemüsenetze aus Zellulosefasern an.
Ihr Obst und Gemüse können Sie aber auch in recyclingfähigen Tüten aus nachwachsenden Rohstoffen oder Papiertüten verpacken.
Durch den Transport von Frischwaren in wiederverwendbaren Kunststoffbehältern, sogenannten IFCO-Kisten, sparen wir außerdem nicht nur Emissionen und Abfall, sondern reduzieren gleichzeitig Wasserverbrauch und Energie. Und ein weiterer positiver Nebeneffekt: dadurch sinken mögliche Schäden an Lebensmitteln.

Lebensmittelwertschätzung

Ressourcenschonende Produktion allein reicht uns nicht, auch mit den hergestellten Artikeln gehen wir sorgsam um. Denn: Mit Essen spielt man nicht! Genauso wenig gehören Lebensmittel nach unserem Verständnis in die Tonne.
Zwischen 11 und 18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich im Müll, wodurch zusätzlich Ressourcen wie Wasser verschwendet werden. Der sorglose Umgang mit unseren Nahrungsmitteln hat weltweit gravierende Folgen für Umwelt und Natur.

Unsere BioMärkte achten darauf, möglichst wenig Lebensmittel wegzuwerfen. Deshalb werden Waren, die kurz vor Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, im Preis gesenkt. Überschüssiges, aber noch einwandfrei genießbares Obst und Gemüse wird zum einen in den markteigenen Bistros zu Suppen, Salaten, Kuchen und Snacks weiterverarbeitet, zum anderen geben unsere BioMärkte restliche Ware an gemeinnützige Organisationen und Partner. Die große Mehrheit unserer BioMärkte unterhält mittlerweile eine oder mehrere Kooperationen. Diese holen das Essen beim BioMarkt oder auch im Zentrallager ab und retten es somit vor der Tonne. Mehr zu dem Thema finden Sie auf unserem BioBlog.

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