RETTE MIT DEO DEN REGENWALD!

Warum es nicht eine Nummer kleiner geht.

Artenvielfalt, gesunde Böden, Tierwohl, saubere Gewässer. So weit, so gut. Um das zu fördern, lohnt es sich, in den BioMarkt zu gehen. Aber jetzt will BioMarkt auch noch mit Deo den Regenwald retten! Ist das nicht ein paar Nummern zu groß?

Wir sagen: Nein. Natürlich können wir allein den Regenwald nicht retten. Schon gar nicht mit Deo. Oder Schlagsahne. Oder Kartoffelchips. Aber wir können darauf aufmerksam machen, dass jeder Einkauf über das Los der Regenwälder entscheidet. Wir versuchen, Obst und Gemüse möglichst regional anzubauen und so viele Rohstoffe wie möglich aus Europa zu beschaffen. Um regionale Alternativen voranzutreiben, investieren wir in die Ökozüchtung und die hiesige Landwirtschaft. Das macht uns unabhängig und schont Ressourcen ‒ auch im Regenwald.

Aus der Region

Regionalität ist in aller Munde. Wir bei BioMarkt versuchen schon lange, so viele Produkte wie möglich vor Ort zu beziehen. Um Ihrem Wunsch nach regionalen Produkten gerecht zu werden, führen unsere Regionallager ein stetig wachsendes Sortiment mit lokal erzeugten Waren. Im BioMarkt sind Produkte aus der nahen Region übrigens gekennzeichnet, damit Sie diese ganz einfach erkennen können. Und auch auf unseren Aktionszetteln werden über das Jahr verteilt Lieferant*innen und Produkte aus Ihrer Region vorgestellt.

Bei regionalen Produkten fallen oft kürzere Transportwege an und sie profitieren somit meistens von einer besseren Klimabilanz. Es geht bei Regionalität aber vor allem um die Unterstützung der ökologischen Landwirt*innen vor Ort. Durch die räumliche Nähe wissen Sie als Kund*innen genau, wo Rohstoffe und Produkte herkommen und Sie können Lieferketten besser nachvollziehen. Unsere BioMärkte sind seit jeher regional stark verwurzelt und arbeiten eng mit Partner*innen und Lieferant*innen zusammen. Dennoch lässt sich nicht in jeder Gegend jedes Produkt anbauen. Nicht jeder Boden ist für jede Pflanze geeignet und Probleme wie Rohstoffknappheit oder Umsetzbarkeit stellen Landwirt*innen vor weitere Herausforderungen. Zudem finden wir es wichtig, die Bio-Landwirtschaft in allen Regionen der Welt zu unterstützen.

Forschung zu Klimabedingungen

Möhren, Äpfel und Kartoffeln – fast ganzjährig sind diese Obst- und Gemüsearten aus heimischer Ernte in unseren Märkten verfügbar. Bei vielen anderen Produkten sieht die Situation jedoch anders aus! Wenn die Sorten nicht auf die klimatischen Begebenheiten und Bodenbedingungen in Europa angepasst sind, können sie dort nicht angebaut werden. Deshalb wird in der Ökozüchtung ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung neuer Sorten gelegt, die optimal auf einen Anbau in der jeweiligen Region abgestimmt sind. Mit unserer Initiative „Kernkraft? Ja, bitte! Wir essen, was wir säen.“ unterstützen wir die ökologische Züchtung und verschiedene Forschungsprojekte. Diese sind immens wichtig, damit lokale Landwirt*innen wieder aus einer nachbaufähigen Sortenvielfalt für ihre Felder schöpfen können und der regionale Anbau zukunftsfähig bleibt.

Ein von BioMarkt unterstütztes Mitmachprojekt ist zum Beispiel „Mit vereinten Gärten“ von Sativa und der Stiftung ProSpecieRara.

Durch das Projekt sollen gemeinsam neue Salatsorten unter den verschiedensten Standortbedingungen getestet und so die Weiterentwicklung der ökologisch gezüchteten Sorten unterstützt werden. Die Salate sollen vor allem robuster gegen Mehltau, eine durch Pilze hervorgerufene Pflanzenkrankheit, werden. Letztes Jahr nahmen bereits 1.200 Personen aus den unterschiedlichsten Regionen und Ländern Europas teil. Je mehr Daten die Züchter*innen erhalten, desto leichter ist es für sie, die Salatsorten weiter zu verbessern und mehltautoleranter zu züchten. Mehr zum Projekt und der Unterstützung von BioMarkt lesen Sie auf unserem BioBlog.

Auch Ökozüchter*innen fördern wir bei der Suche nach angepassten Sorten. Die Getreidezüchtung Peter Kunz (gzpk) beispielsweise hat neben Züchtungsprogrammen spezielle Projekte zu Erbsen und Lupinen für die menschliche Ernährung ins Leben gerufen. Geeignete Sorten werden gezielt gezüchtet, angebaut und vermarktet. Im sogenannten „Klimafenster“, einem selektierten Stück Acker, werden ans Klima angepasste biologisch gezüchtete Sorten getestet. Diese erweisen sich zum Teil als robuster und resistenter bei Dürre oder Hitzestress. Eine größere Vielfalt auf den Feldern ist ein möglicher Ansatz, diesen Klimaanomalien zu begegnen. Denn dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass einige Pflanzen trotz der Wetterextreme Ertrag bringen.