Gemeinsam für mehr Lebensmittel-Wertschätzung

In unseren BioMärkten setzen wir uns täglich dafür ein, Lebensmitteln die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdienen.

  • Wir bestellen Waren so, dass keine unnötigen Übermengen verursacht werden.
  • Wir reduzieren Waren, die kurz vor Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) stehen, rechtzeitig im Preis. Dadurch können viele der noch verzehrfähigen Lebensmittel gerettet werden.
  • Viele Märkte bieten Backwaren am nächsten Tag zu vergünstigten Preisen an.
  • Obst und Gemüse sowie Produkte, die kurz vor Erreichen des MHDs stehen, werden in unseren Bistros zu leckeren Suppen, Salaten, Kuchen oder Snacks weiterverarbeitet.

Gleichwohl gibt es immer noch Waren, die am Ende des Tages nicht mehr verkauft werden können. Um auch für diese eine sinnvolle Verwendung zu finden, spenden wir Lebensmittel an gemeinnützige Organisationen, die diese u.a. an Bedürftige weiterreichen.

Die Tafeln

Zu unseren Hauptpartnern gehören die Tafeln. Mit vielen der weit über 1000 regional agierenden gemeinnützigen Organisationen unterhalten wir teils schon seit vielen Jahren Kooperationen. Etwa 1,7 Mio. bedürftige Personen werden regelmäßig von den meist ehrenamtlich Aktiven der Tafel mit Lebensmitteln unterstützt.

Neben den Tafeln gehört eine ganze Reihe weiterer Organisationen und Einrichtungen zu unseren Partnern. So beispielsweise die Lebenshilfe, die Johanniter, aber auch Jugendclubs und Kinderheime.

Hilfe für Menschen in Not

Ein Teil der von den BioMärkten gespendeten Lebensmittel kommt Obdachlosenorganisationen zugute. So u.a. in Bochum, Siegen, Wilhelmshaven und in Hamburg. Dort kooperieren wir mit ‚Engel in den Straßen‘, die sich um Wohnungslose kümmern.

Essen wertschätzen mit foodsharing

Neben den sich sozial engagierenden Organisationen, arbeiten die BioMärkte auch flächendeckend in Deutschland und Österreich mit foodsharing zusammen. Das Netzwerk versteht sich als ehrenamtliche Plattform, welche sich die Verteilung überschüssiger Lebensmittel zum Ziel gesetzt hat. foodsharing ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig und hat mittlerweile schon über 300.000 aktive Nutzer*innen.

Bildung für mehr Lebensmittelwertschätzung

Ein wichtiger Aspekt bei der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung ist in unseren Augen die Bildungsarbeit. Deshalb kooperieren wir mit verschiedenen Einrichtungen wie Schulen oder Kitas, die durch Aufklärungsarbeit und Workshops zu mehr Lebensmittelwertschätzung beitragen.

So auch mit dem Verein RESTLOS GLÜCKLICH, der 2014 von zwei Berlinerinnen ins Leben gerufen wurde und mittlerweile international tätig ist. Im Vordergrund steht die Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. In Koch- und Bildungsworkshops erfahren die Teilnehmer*innen Wissenswertes zum Thema Lebensmittelwertschätzung und können im Rahmen von Team-Events und Vorträgen herausfinden, was jede*r Einzelne im Alltag gegen Lebensmittelverschwendung unternehmen kann.

Der Verein konnte in den vergangenen Jahren bereits 45.000 Lebensmittelretter*innen aufklären.

(Foto: Joris Felix Patzschke für RESTLOS GLÜCKLICH e.V.)

Unterstützung für Tierheime

Zu unseren Partnerschaften gehören auch Tierheime, die unsere übrigen Kooperationen ergänzen. Denn hin und wieder sind die abzugebenden Lebensmittel zwar nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet, Hund, Katze und Co. freuen sich aber dennoch über die Leckerbissen.

Eines der Tierheime, mit dem wir zusammenarbeiten, ist der Tierschutzverein von Stadt und Landkreis Schwandorf. Dieser ist seit über 30 Jahren wichtiger Auffangort für abgegebene, ausgesetzte oder misshandelte Tiere.

Zuhause für mehr Lebensmittelwertschätzung

In privaten Haushalten, Supermärkten, Restaurants, Cafés oder der Produktion: Jährlich landen laut BMEL-Studien rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Eine beachtliche Menge, die zu einem großen Teil vermeidbar ist. Mit unseren Tipps können Sie ganz einfach etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun:

Einkaufslisten schreiben

Wer sich vor dem Einkauf einen Speiseplan für die Woche überlegt, kauft auch nur die Produkte, die zum Kochen benötigt werden. Dadurch werden unnötige Essensabfälle vermieden.

Apps wie „Too Good To Go“ oder „foodsharing“ nutzen

Nicht mehr verkaufsfähige Ware oder Artikel kurz vor dem MHD werden mittlerweile auch über Apps vertrieben. So können Lebensmittel gerettet werden, noch bevor sie in der Tonne landen. Viele unserer BioMärkte bieten Waren über Too Good To Go an.

Reste verwerten

Gemüseschalen sind viel zu schade zum Wegwerfen. Mit etwas Öl und Gewürzen werden Schalenreste im Ofen ganz einfach zu knusprigen Gemüsechips gebacken.

Richtig lagern

Damit Lebensmittel nicht verderben, ist eine richtige Lagerung wichtig. Leicht verderbliche Produkte werden zum Beispiel am besten im kältesten Kühlschrankfach – über den Schüben – platziert.

Waren kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) kaufen

Verzehrfähige Lebensmittel kurz vor dem MHD werden in unseren Märkten vergünstigt angeboten. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

Sinnescheck vor dem Essen

Viele Lebensmittel sind auch nach dem MHD noch genießbar. Prüfen Sie die Qualität des Lebensmittels vor dem Verzehr mit einem Sinnescheck. Dadurch wird schnell klar, ob sich die Lebensmittel noch für den Verzehr eignen oder nicht.

Gemüsebrühe aus Gemüseresten

Linsen-Bruschetta aus altem Brot

Gemüsechips aus Schalenresten