Wein des Monats

Mont'Albano Chiaretto di Bardolino

  • Ursprungsregion: Venetien, Italien
  • Erdbeere, Wassermelone, Bergquell
  • leicht, zart, mit Seeblick
  • Er eignet sich sehr gut zu Wassermelonen-Feta-Salat, Blätterteig mit Ziegenkäse, Pizza Bianca

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Unser Wein des Monats stammt aus Italien, und zwar genau dort, wo die Alpen auf den Gardasee treffen. "Bardolino" heißt die Weinregion, ebenso wie das direkt am See gelegene Dorf. Während Bardolino normalerweise einen hellen Rotwein bezeichnet, ist der Chiaretto die Rosé-Variante davon. Mont'Albano hat dabei auf ein besonders helles, zartes und wunderbar frisches Exemplar gesetzt. Erdbeerduftig, federleicht und mit dem Hauch von Alpenfrische lässt sich unser Wein des Monats zweifellos auch solo genießen. Auch wer nicht direkt auf einen See blickt, kann sich genau das sofort vorstellen. Kulinarische Begleitung findet der Chiaretto in Gerichten wie Wassermelonen-Feta-Salat mit Minze, in Blätterteig-Canapés oder auch einer Pizza Bianca mit sanfter Würzung. Hoffen wir, dass der Sommer so zauberhaft und mild wird wie unser Wein.

Wein des Monats Juli - Mont'Albano Chiaretto di Bardolino

Was ist der Deutschen allerliebstes Urlaubsziel? Mallorca, richtig. Aber ohne Flug und mit ein bisschen mehr Niveau? Ganz klar: der Gardasee. Und das ist auch keine Schande. Denn wer schon einmal dort war, weiß: Der Dreiklang aus glitzerndem See, in der Ferne Bergen und kulinarischen Genüssen wirkt schlicht wunderschön. Weil wir an dieser Stelle leider weder See noch Berge transportieren können, gibt es als Wein des Monats Juli zumindest einen kulinarischen Gruß vom Rand des Gardasees: den Mont'Albano Chiaretto di Bardolino, einen sommerlichen Roséwein aus dem Bilderbuch.

Was hat es auf sich mit unserem Bardolino vom Gardasee?

Bevor ich zum Rosé komme, zunächst eine kleine Geschichte aus meiner eigenen Garda-Vergangenheit. Eines Abends im Juni beschlossen mein Mitbewohner und ich, dass wir das Wochenende ja auch im Süden verbringen könnten. Also packten wir in aller Eile das Zelt und ein paar Sachen zum Anziehen zusammen und saßen bereits eine halbe Stunde später im Auto. Ich fuhr die Nacht durch, und weil wir morgens zu früh für den Campingplatz ankamen, legten wir uns noch in der Nähe einer Scheune schlafen. Der Campingplatz war dann zwar nicht sonderlich komfortabel, lag aber direkt am See. Und er besaß eine eigene Pizzeria. Als wir dort abends bei Pizza Margherita und Roséwein saßen, wurde uns klar, dass wir noch nie eine so gute Pizza in unserem Leben gegessen hatten.

Ob dem tatsächlich so war, wer weiß das schon genau? Aber das ganze Drumherum mit dem Seeblick, dem leckeren Rosé und dem profitlichen Gefühl der Kühnheit unseres Ausflugs ließ keinen anderen Schluss zu. Und damit ohne weitere Umschweife zu unserem Wein des Monats.

Clairet, Clarete, Chiaretto - das sind alles Bezeichnungen, die ursprünglich für einen extrem hell ausgefallenen Rotwein gedacht waren. Nachdem man sich aber systematisch daran gemacht hatte, durch eine stark verkürzte Maischestandzeit (sprich: die rotschaligen Beeren wurden jetzt schon nach ein paar Stunden gepresst) einen echt hellen Rosé zu kreieren, blieben diese Begriffe auch für den Roséwein.

Bardolino ist dabei ein Weinbaugebiet am südöstlichen Ende des Gardasees. Das hübsche Dorf Bardolino mit seinem eng bebauten Zentrum liegt sogar direkt am See. Normalerweise wird der Name Bardolino für einen Rotwein benutzt, der hauptsächlich aus der einheimischen Rebsorte Corvina und ein paar anderen dortigen Sorten bereitet wird. Corvina zeichnet sich durch Leichtigkeit und eine helle Farbe aus, und das bereits als Rotwein. Kein Wunder also, dass der Chiaretto, also der Rosé aus derselben Sorte, dieselben Eigenschaften noch verstärkt.

Was passt zu unserem Wein des Monats?

Wer nach einer Pizza vom Campingplatz der Meinung ist, noch nie ein so schmackhaftes Exemplar zu sich genommen zu haben, weiß auch: Der Chiaretto di Bardolino ist der hellste Roséwein, den es überhaupt zu kaufen gibt. Stimmt wahrscheinlich ebenfalls nicht, aber dieses ungemein zarte, nur hauch-blushige Pink ist schon ausgesprochen attraktiv. Dazu kommt ein feiner Erdbeertouch in der Nase und irgendetwas, das an Bergquellqwasser erinnert. Schon wieder eine Einbildung? Nun, verdünnt ist der Wein ganz sicher nicht, mit 12 vol% für einen Rosé aus dem Süden allerdings wunderbar leichtfüßig.

Das merkt man dann auch im Mund. Keine Kohlensäure bremst den Trinkfluss, der Chiaretto di Bardolino liegt sanft und spiegelglatt da wie der Gardasee am Abend. Sehr reintönig wirkt das Ganze, fast noch alpenländisch, frisch und klar - ein Sommertraum!

Ich bin dann auch versucht, den Wein einfach so auszutrinken, ohne etwas dazu zu essen. Ja, das geht selbstverständlich. Aber man kann auch zu einem so feingeistigen Wein passende Speisen reichen. Endlich darf ich hier den mittlerweile allgegenwärtigen Wassermelonen-Feta-Salat mit Minze anbringen, wobei der Feta (egal ob aus Milch oder vegan) nicht zu würzig sein sollte. A propos Käse, Ziegenkäse eignet sich auch hervorragend als Begleitung. Klassische Vorschläge sind gekochter Schinken im Brotteig, aber man kann davon auch ein wenig abweichen und es, nun ja, tatsächlich mit Pizza Margherita oder Pizza Bianca probieren. Kleiner, selbst ausprobierter Tipp noch zum Schluss: Haselnüsse, in der Pfanne noch einmal angeröstet, sind gemeinsam mit dem Chiaretto di Bardolino wirklich ein Gedicht.

Summa summarum: Die Hängemattenzeit kann kommen, der passende Wein steht schon bereit.

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